"Schlaumäuse - Kinder in der Förderschule entdecken Sprache"
Pilotprojekt für Kinder in der Förderschule für geistige Entwicklung in Niedersachsen
Träger
Der medienpädagogische Berater am Kreismedienzentrum Goslar zusammen mit dem Niedersächsischen Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hildesheim (NiLS) in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und dem Verein n-21.
Als Partner stehen die Schule am Harly, Förderschule Geistige Entwicklung in Vienenburg (Träger: Landkreis Goslar) sowie das Studienseminar Wolfenbüttel für das Lehramt Sonderpädagogik zur Verfügung.
Anlass und Ziele
N-21: hat mit dem Projekt "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" eine bundesweite Bildungsinitiative für Vorschulkinder der Microsoft Deutschland GmbH aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit renommierten Partnern die Sprachkompetenz von Vorschulkindern mit Hilfe moderner Medientechnologien gezielt gefördert.
Die Initiative will Kinder bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten unterstützen und ihnen zeigen, dass Lernen Spaß macht. Die Kinder sollen spielerisch an Sprache und Schrift herangeführt und ihre natürliche Lust am Lernen gefördert werden.. Berührungsängste gegenüber modernen Medientechnologien sollen abgebaut und Wege für einen sinnvollen Umgang mit ihnen aufgezeigt werden. Die Initiative richtet sich auch an Kinder, die auf Grund ihrer Lebensbedingungen benachteiligt sind, oder deren Sprachentwicklung nicht dem jeweiligen Alter entspricht.
In Niedersachsen soll in Anlehnung an diese Projektidee der Grundgedanke auch für Kinder in der Förderschule mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung erprobt und für andere Förderschulen des Landes exemplarisch evaluiert werden.
Zielgruppe
Schülerinnen und Schüler in der Förderschule für geistige Entwicklung. An eine Ausweitung auf die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen ist gedacht.
Angebote und Umsetzungsschritte
Die eigens für "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" entwickelte Lernsoftware wird in der Pilotschule kostenlos eingesetzt. Die Multimedia-Software hilft Kindern dabei, ihre sprachlichen Fähigkeiten spielerisch und mit Spaß zu entwickeln. Animierte Figuren führen durch das kindgerechte Lernprogramm und motivieren die Kinder dazu, selbst zu entdecken, wie Schrift und Sprache funktionieren. Mit Hilfe der "sprechenden Tastatur" und der "Flüstertüte" lernen sie zum Beispiel, Buchstaben mit bestimmten Lauten zu verknüpfen und Laute zu Wörtern zu synthetisieren. Die Software wurde von Wissenschaftlern der ComputerLernWerkstatt der Technischen Universität Berlin entwickelt. Sie baut auf Teilen der "Lollipop-Software, 1. Klasse Deutsch" des Cornelsen Verlags auf, einem multimedialen Lernprogramm für Kinder im Vorschulalter.
Die Pilotschule greift auf bereits vorhandene Computerhardware zurück.
Das Studienseminar für Förderschulen in Wolfenbüttel unterstützt dieses Pilotprojekt aktiv durch die inhaltliche Begleitung. Näheres wird im Rahmen einer Arbeitsgruppe festgelegt.
Im Anschluss an die Pilotprojektphase ist beabsichtigt, das Projekt zusammen mit dem NiLS über teilnehmende Beobachtung, schriftliche Befragungen und Interviews mit den Lehrkräften zu evaluieren. Die Ergebnisse würden über den niedersächsischen Bildungsserver anderen Förderschulen in Niedersachsen zur Verfügung gestellt.
Besondere Kennzeichen des Projekts aus Sicht der Verantwortlichen
- Neuartige Idee für Unterricht mit digitalen Medien
- Antwort auf neuen Bedarf oder neue Zielgruppe: Menschen mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung
- Neue Kooperationen
- Nachhaltige Wirkung für die Schulmaterialien einer Förderschule
- Neue Wege der Finanzierung
- Qualitätssicherung von Unterricht mit digitalen Medien
Um die Teilnahme am Pilotprojekt kostenlos anbieten zu können, unterstützt der Cornelsen Verlag die Förderschule am Harly durch die kostenfreie Überlassung einer Schullizenz.